Eines der charmantesten Fotomotive im Fränkischen Seenland! Die aus groben Sandsteinquadern bestehende Brücke entstand wohl um die Mitte des 17. Jahrhunderts und wurde 1805/1807 auf Staatskosten so gestaltet, wie sie sich bis heute präsentiert. Die etwa 80 Meter lange, fünfbogige Brücke ist sehr schmal, drei Kanzeln ermöglichen Radfahrern und Fußgängern ein Ausweichen. Am Rande der ersten Kanzel thront der Brückenheilige St. Nepomuk. Die barocke Sandsteinskulptur stiftete 1752 der Stadtmüller Josef Eder. Am von der Stadt aus gesehen anderen Ende der Brücke befindet sich ein unter Fürstbischof Johann Konrad von Gemmingen (reg. 1595-1612) 1611 entstandener Bilderstock. Der Sandsteinpfeiler ist dreifach abgesetzt und von einer quadratischen Ecksäule mit vier gut erhaltenen Halbreliefs gekrönt: die Geißelung und Dornenkrönung Christi, die Kreuztragung, die Kreuzigung mit den drei weinenden Frauen und die Auferstehung. Über dem Bild der Kreuzigung sind die Wappen Fürstbischofs von Gemmingen und der Stadt angebracht. Darunter, unter dem Gesims, die Jahreszahl 1611 mit einem Steinmetzzeichen.