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Katholische Pfarrkirche St. Jakobus

Ein erster, romanischer Kirchenbau wurde 1058 durch den Eichstätter Bischof Gundekar II. geweiht. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche umgebaut und erneuert, u. a. entstand ein wuchtiger, quadratischer Kirchturm. Im 15. Jahrhundert war die Kirche zu klein geworden, und so ergänzte man zur Vergrößerung einen gotischen Chor an die Ostseite des Kirchenschiffs. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde das Gebäude teilweise zerstört und erst um 1680 wiederhergestellt. 1966 wurde der vermeintlich baufällige Mittelteil der Kirche abgerissen – nur Turm und Chor blieben stehen und wurden durch einen Neubau nach Plänen des Architekten Josef Elfinger aus Beton, Stahl und Glas miteinander verbunden. Es entstand eine sehenswerte Verbindung von alt und neu. Im ehemaligen Chor befinden sich heute die Orgel und neu gefasste Schreinfiguren der Eichstätter Diözesanheiligen Willibald, Wunibald, Walburga und Richard, die um 1500 entstanden sind. Im Kircheninnern sind die Glasfenster und das Sakramentshäuschen besonders sehenswert. Die zehn ausdrucksstarken zeitgenössischen Glasfenster des im nahen Mörsach lebenden Künstlers Reinhardt Zimmermann bilden den Zyklus „Ich bin Worte Jesu”. Links neben dem Volksaltar befindet sich das zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstandene Sakramentshäuschen, als dessen Schöpfer die Forschung den Hauptmeister der Ansbacher Schwanenordensritter vermutet.