Das Obere Tor war ursprünglich der zweite, nördliche Zugang zur Stadt. Das Tor und die damit verbundene Bastei bestanden aus mehreren Gebäuden, bis heute eine Art Bollwerk, in dem Wohnungen für Soldaten, Pferdestallungen, Bereiche für Schießscharten und Geschütze, Lagermöglichkeiten für Munition, Waffen, Geräte und weitere Wohnungen für den Amtsknecht oder den Türmer untergebracht waren. Eine Zugbrücke sicherte ursprünglich den Zugang zur Stadt. Heute fehlt der eigentliche Torturm, der 1829 einstürzte. In der Tordurchfahrt befindet sich das Wappen des Eichstätter Fürstbischofs Johann Anton II. Freiherr von Freyberg (reg. 1736-1757). Die dazugehörende Inschrift nennt den Namen des Fürstbischofs und die Zahl 1745. Damals hatte von Freyberg den Neubau des Tores beauftragt. Im ehemaligen Stadtgraben direkt beim Tor steht das Kunstwerk „Fähnchen im Wind” des Ornbauer Künstlers Johannes Vetter, das zum Abschluss der Altstadtsanierung 2017 realisiert wurde.